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2.12.2009, 19:15 Uhr

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Kalte Füße, kalte Hände
Ich habe immer kalte Füße und Hände. Oft werden die Hände im Winter richtig rot. Was kann ich dagegen tun?
Simone

simone | 03.12.2009, 15:57 Uhr | Antworte
Durchblutung
Kalte Hände und Füße sind oft ein Zeichen von schlechter Durchblutung. Sollten zusätzlich Schmerzen oder Taubheitsgefühle in den Fingern auftreten, bitte unbedingt ärztlich abklären lassen. Ansonsten würde ich zur Verbesserung der Durchblutung täglich Wechselduschen empfehlen. Dabei immer warm beginnen, erst wenn Ihnen warm ist, zum Schluss kurz kalt abbrausen. Wenn Sie das nicht mögen, helfen auch warme Fußbäder. Am besten mit Meersalz oder Heublumen, die Wärme sollte max. 38° Grad betragen. Danach am besten ab ins Bett. Wenn Sie viel draußen sind, schützen Sie auch Ihren Nacken, hier liegen laut der traditionellen chinesischen Medizin die sogenannten Windpunkte. Tragen Sie einen Schal oder ein Tuch, damit keine Kälte in den Körper gelangen kann- und bei kalten Händen natürlich auch Handschuhe.

Dr. Ranftl | 03.12.2009, 16:12
trockene Haut
Den ganzen Winter über habe ich eine schuppige ganz trockene Haut, vor allem am Körper. Gibt es dagegen etwas?

walter | 03.12.2009, 16:34 Uhr | Antworte
Hautstoffwechsel unterstützen
Trockene Haut bedarf allgemein eines erhöhten Pflegeaufwands. Schuppige, trockene Haut kommt auch bei verschiedenen Krankheitsbildern wie Neurodermitis oder Schuppenflechte vor. Sie sollten die Ursache Ihrer Beschwerden bei Gelegenheit abklären lassen.

Versuchen Sie zunächst, den Hautstoffwechsel zu unterstützen. Bürsten Sie sich täglich morgens mit einem Sisalhandschuh trocken ab. Gehen Sie dabei von unten nach oben - immer zum Herzen - in kreisförmigen Bewegungen vor. Das regt den Kreislauf an und fördert den Hautstoffwechsel. Zusätzlich wird auch die körpereigene Entgiftung unterstützt. Danach duschen und eincremen, am besten mit einer Wasser-in-Öl-Emulsion, da diese reichhaltiger ist.

Dr. Ranftl | 03.12.2009, 17:12
Erkältung trotz Hausmittel?
Ich esse im Winter immer sehr viele Vitamine, wie Zitronen, Orangen. Dennoch hat es mich im letzten Jahr erwischt. Warum helfen diese Hausmittel nicht immer?
lg Veronika

veronika | 03.12.2009, 17:37 Uhr | Antworte
Immunsystem nicht immer im Gleichgewicht
Krankheitskeime sind zäher als wir denken und sie verändern sich auch ständig. Ist Ihr Immunsystem in Ordnung, kann es diese trotzdem mit Leichtigkeit abwehren. Oft bringen uns aber Stress und Schlafmangel schon so aus dem Gleichgewicht, dass Viren und Bakterien ein einfaches Spiel mit uns haben.

Auf Zitronen und Orangen sollten Sie im Winter lieber verzichten. Zitrusfrüchte kühlen unseren Körper nämlich und sind nur im Sommer wirklich gut. Auch der Glaube, dass besonders viel Vitamin C in ihnen steckt, ist ein Irrtum. Unsere heimischen Früchte, wie Hagebutte und Sanddorn, enthalten viel mehr Vitamin C als die unreif geernteten, weitgereisten und zusätzlich noch zur Haltbarkeit bestrahlten Zitrusfrüchte. Steigen Sie jetzt bevorzugt auf warme Kost um. Kaltes, rohes Essen, wie Salate, ist im Sommer gut, nicht aber in der kalten Jahreszeit. Der Winter ist die Zeit der Suppen und Eintöpfe. Essen Sie bereits am Morgen warm. Zum Beispiel einen warmen Reis- oder Hirsebrei mit gedünsteten Birnen oder Äpfeln und etwas Nelken oder Zimt. Vermeiden Sie Joghurt oder Topfen zum Frühstück, das verschleimt zusätzlich.

Dr. Ranftl | 03.12.2009, 17:12
Hohe Laborwerte
Laborwerte:

Blutsenkung:
nach 2 Stunden 24 mm/h ( 4 - 20 ) -->

Differentialblutbild:
Segmentkernige 78.7 % ( 50.0 - 70.0 )-->
Lymphozyten 13.4 % <--( 20.0 - 40.0)

Chemie:
SGOT 40 U/l ( < 35 ) -->
BUN 23.7 mg/dl ( 0.0 - 23.0 ) -->
Kreatinin 1.61 mg/dl ( < 1.29)-->
glomeruläre Filtrat. 50.4 ml/min/1.73m² ( >60.0)

Eisen 42 mg/dl <--( 53 - 167 )

Immunologie:
CRP 1.26 mg/dl ( 0.00 - 0.50)-->

Krankheitsverlauf:
vor einer Woche, mittags wurde mir extrem schlecht und ich hatte Kopfschmerzen. Abends bekam ich Bauchkrämpfe, welche sich beidseitig bis in den Nieenbereich zog. Schmerzen hielten die ganze Nacht an.
Nächsten Tag Besuch bei meiner Hausärztin, welche mir folgende Medikamente verschrieb: ( Clavamox 1 g (1/0/1), Pantoprazol /1/0/0), Buscopan 10 mg Dragees (1/1/1), Parkemed (bei Bedarf)).
keine Diagnose der Hausärztin !! Wurde auf Urologen verwiesen, welcher mir auch keinen Befund ausstellte. Die Nieren wurden durch Ultraschall untersucht, jedoch ergab die Untersuchung keinen Befund.
Wurde zum Röngten mit Kontrastmittel geschickt, jedoch konnte das Röngten aufgrund der schlechten Blutwerte nicht durchgeführt werden, da voraussichtlich eine Nierenschädigung vorliegt.

Bin derzeit ohne Schmerzen, jedoch möchte ich gerne wissen, was wirklich meine Krankheit ist. Bin sehr besorgt.

Freue mich auf Antwort

rom1968 | 03.02.2010, 09:22 Uhr | Antworte
Exakte Diagnosestellung derzeit nicht möglich
Liebe(r) Rom1968,
auf Basis der vorliegenden Daten ist eine exakte Diagnosestellung derzeit nicht möglich. Die erhobenen Befunde (erhöhter Entzündungswert, erniedrigtes Eisen, erhöhte Nierenwerte), sowie die mittelgradig eingeschränkte Nierenfunktion deuten jedoch darauf hin, dass es sich um eine komplexe Erkrankung der Niere handeln könnte. Das sollte unbedingt näher abgeklärt werden. Dazu empfehle ich Ihnen dringend die Konsultation eines Nieren-Spezialisten (Facharzt für Innere Medizin/ Spezialgebiet Nephrologie), der nach weiterführenden Untersuchungen eine genaue Diagnose stellen kann. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Dr. Ranftl | 05.02.2010, 08:02
Keine große Diät
Wie kann ich meinen Körper von innen reinigen, wenn ich keine große Diät oder Entschlackungskur machen möchte?

luise | 17.02.2010, 10:40 Uhr | Antworte
Sie könnten es an einem entspannten, ruhigen Wochenende zuhause mit 2 Entlastungstagen versuchen: an 2 aufeinanderfolgenden Tagen morgens Bittersalz nehmen (1TL Bittersalz am Vorabend in etwas Wasser kalt ansetzen, morgens lauwarm auf 1/4 l aufgießen, nüchtern trinken) und nur leichtverdaulich=gedünstet essen. Gut und gründlich kauen und zwischen den Mahlzeiten viel trinken. Damit geben Sie zumindest einen Impuls in die richtige Richtung. Eventuell kommt es zum Auftreten leichter Kopfschmerzen, Müdigkeit oder auch Übelkeit.Viel Erfolg!

Dr. Ranftl | 18.02.2010, 23:02
Kann ich auch heilfasten?
Hallo,
ich leide manchmal unter Schwindelgefühl und niedrigem Blutdruck. Ist dann ein Heilfasten für mich auch geeignet?

Freue mich auf Antwort.

sigi | 17.02.2010, 11:30 Uhr | Antworte
Heilfasten bei niedrigem Blutdruck
Heilfasten ist für jeden gesunden, erwachsenen Menschen geeignet. Vor jedem Fasten ist es günstig, kompetenten ärztlichen Rat einzuholen. Wenn man unter niedrigem Blutdruck leidet, muss man damit rechnen, dass dieser beim Heilfasten noch mehr absinkt - die Schwerkraft ist kaum zu überwinden und man ist sicher nicht alltagstauglich. Darum sollte das Heilfasten in so einem Fall in einem Fastenkurhaus mit entsprechend kompetenter Fastenbegleitung erfolgen, und keinesfalls im Arbeitsalltag. Sie können den Kreislauf mit Kräutertees wie z. b. Rosmarintee unterstützen, auch kleine Mengen Grüner Tee sind erlaubt. Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Fastenwoche!

Dr. Ranftl | 04.03.2010, 09:03
Tipps?
Liebe Frau Dr. Ranftl,

in meinem Alltag ist kein Platz für Diäten, Kuren etc. Gibt es kleine
Dinge, die ich dennoch jeden Tag machen könnte, damit mein Körper
straff und schön bleibt?
Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Elfriede

elfi | 22.02.2010, 12:15 Uhr | Antworte
Kleine Dinge...
Ja, es gibt die "kleinen Dinge", die Sie jeden Tag machen können, um Ihren Körper straff und schön zu erhalten: trinken Sie ausreichend bekömmliche Flüssigkeit (=Quellwasser: die empfohlene Flüssigkeitsmenge liegt bei 30ml/kg Körpergewicht), bewegen Sie sich regelmäßig in frischer Luft (täglich zumindest 20 Minuten) und tanken Sie Licht und Sauerstoff, achten Sie auf ausreichend Schlaf (7-8 Stunden) und auf regelmäßige Mahlzeiten, die Sie in Ruhe einnehmen. Eine ausgewogene, vitalstoffreiche Ernährung und das Beachten natürlicher Rhythmen sind die Voraussetzung für Regeneration und die Produktion der sog. Anti-Aging-Hormone Melatonin, Serotonin und DHEA. Nehmen Sie sich zwischendurch auch immer wieder bewusst Zeit um abzuschalten, um nichts zu tun: stärken Sie Ihr autonomes Nervensystem durch erholsame Pausen. Damit verjüngen Sie Ihr biologisches Alter und Ihr Körper bleibt straff und schön.

Dr. Ranftl | 04.03.2010, 10:03
Kein Appetit, Mundgeruch...
Hallo, seit monaten habe ich keinen Apettit. einfach auf nichts. ich muss mich immer zum essen zwingen. Dazu kommt noch die sache mit dem Mundgeruch. ich habe immer einen unangenehmen geschmack im mund und starken mundgeruch und weiss garnicht was ich machen soll. viele sprechen mich darauf an. auch wenn ich zähne putze oder was esse. er kommt immer nach 15 min mindestens wieder. auch kaugummi hilft nicht. wenn ich ihn rausnehme fängt alles wieder an. in der früh ist mir oft schlecht. auch unter dem tag manchmal. nicht immer aber manchmal. was habe ich? was kann ich tun?

sina0803 | 03.03.2010, 21:38 Uhr | Antworte
Vielfältige Ursachen
Mundgeruch (Halitosis) ist eine unangenehme Sache - die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein. In bis zu 90 % der Fälle entsteht der Geruch durch bakterielle Zersetzung organischer Substanzen in der Mundhöhle als Folge einer falschen und unzureichenden Mundhygiene -die wichtigste Maßnahme ist daher eine regelmäßige und gründliche Zahn- und Mundpflege. Das beginnt beim 2x täglichen gründlichen Zähneputzen, beim Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide nach den Mahlzeiten und einer professionellen Zahnreinigung beim Zahnarzt zumindest 1x jährlich. Dabei werden Beläge und Zahnstein entfernt und die Zähne nachpoliert. Auch der Zungenbelag spielt eine bedeutende Rolle, er bildet in den abgeschilferten Epithelzellen ein Nährstoffreservoir für Bakterien. Die Zunge sollte daher 2x täglich mit einem speziellen Schaber oder einer Bürste gereinigt werden. Weitere Ursachen im Mundbereich sind häufig Zahnfleischtaschen, Zahnfleischinfektionen und Karies. Ich würde daher zuallererst einen Zahnarztbesuch empfehlen, um Ursachen im Mundbereich auszuschließen.

Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen (zerklüftete Mandeln oder Nasennebenhöhlenentzündungen) sind in 5 bis 8% die Ursache und Magen-Darrmerkrankungen in ca. 1 % der Fälle.

Als einfachen Tipp kann ich Ihnen empfehlen Wasser zu trinken, dadurch wird der Speichelfluss angeregt. Vermehrte Speichelbildung kann auch durch das Kauen von zuckerfreien Kaugummis zwischen den Mahlzeiten stimuliert werden, oder durch das Essen "harter" Nahrung wie Äpfel, Karotten und Vollkornbrot. Auf gründliches Kauen und Einspeicheln achten und auf das Rauchen verzichten - damit kann der Mundgeruch in den meisten Fällen beseitigt werden. Wenn der Mundgeruch erst einmal beseitigt ist, kommt auch der Appetit wieder.

Dr. Ranftl | 05.04.2010, 21:04
hallo, ich (w/30j/170m/70kg) möchte gerne 4 oder 5 kg abnehmen. somit habe ich vor 16 wochen begonnen zu joggen. im schnitt jogge oder steppe ich (je nach wetterlage) 5 mal die woch zw 30 und 40 minuten. habe auch im zeitraum von vier wochen ab 16:00 keine kohlenhydrate mehr zu mir genommen, eine woche heilfasten (zur innerlichen reinigung) hab ich auch schon hinter mir. ich esse eigentlich relativ viel gemüse und salat, wenig bis garnichts süsses und trinken tu ich nur wasser und einen cafe am tag! ich bin oft müde und träge obwohl ich durch das joggen ja viel an der frischen luft bin. ich habe in den letzten 16 wochen weder ein kg verloren noch einen cm weniger umfang auf beinen bauch oder po..... warum? was mache ich falsch?
es ist nach so langer zeit schon sehr demotivierend wenn sich absolut garnichts tut!
über eine antwor würde ich mich sehr freuen!
lg pipi

pipi | 12.03.2010, 11:17 Uhr | Antworte
Ausgewogene Ernährung
Um abzunehmen müssen Sie essen: vor allem regelmäßig und ausgewogen essen, denn ein ernährungsphysiologischer Leitsatz lautet: "Fett verbrennt im Feuer von Kohlenhydraten und Eiweiß". Wenn Ihr Stoffwechsel =Ofen etwas verbrennen soll, müssen Sie einheizen =essen. In dem Moment wo Sie keine Kohlenhydrate oder kein Eiweiß mehr zuführen, legen Sie den Stoffwechsel lahm - Ihr "Ofen" geht aus, es kann kein Fett mehr verbrannt werden. Die neuesten ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen tendieren durchwegs zu einer moderaten Reduktion der Kohlenhydrate - jedoch keinesfalls zu einem Weglassen. Das einzige, das ich Ihnen empfehle konsequent wegzulassen, ist raffinierter Zucker in all seinen Varianten. Ansonsten sollten Vollkornprodukte täglich in Ihren Speiseplan eingebaut werden. Die Müdigkeit und Trägheit die Sie beschreiben, könnten auf einen Eisen- oder B-Vitamin-Mangel hinweisen, ebenfalls mögliche Folge einer zu einseitigen Ernährung. Bewegung ist eine wichtige Säule im Gewichtsmanagement, allerdings kann man es auch hier übertreiben. In Ihrem Fall könnte durchaus: "weniger ist mehr" zutreffen.

Dr. Ranftl | 05.04.2010, 22:04
alles Nervensache?
Hallo, habe immer mal wieder ein kurzes Herzflattern über mehrere Sekunden, auch mal ein Stolpern...dies kommt total unregelmäßig vor, manchmal monatelang gar nicht, dann wieder täglich. Es hatte sich daraus eine Art "Herzangst" entwickelt, die ich eigentlich dachte im Griff zu haben. In den letzten Wochen habe ich nun wieder verstärkt diese Symptome, dazu Schwindelgefühle, Unruhe, Anfänge von Panikattacken, ständiges Unwohlsein. In den letzten Jahren wurden häufig EKG´s, Bluttests usw. gemacht, jeweils ohne Befund. Kann dies alles wirklich nur Nervensache sein oder raten Sie mir nach dem erneuten stärkeren Auftreten der Symptome eine ärztliche Untersuchung? Antwort wäre nett, mfG amicha

amicha | 15.03.2010, 19:57 Uhr | Antworte
"Herzangst"
In Ihrem Fall ist der Besuch beim Kardiologen angezeigt, da zusätzliche Symptome wie Schwindel und Unwohlsein mit dem Herzstolpern einhergehen. Sollte das Ergebnis der Untersuchung wie schon in den Jahren zuvor unauffällig sein, empfehle ich Ihnen, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Eventuell erforderliche Veränderungen des Lebensstils können angedacht und Entspannungsmethoden mit dem Ziel eines besseren Stressmanagements erlernt werden. "Nur Nervensache" ist es immer erst dann, wenn alle anderen möglichen Ursachen für die Beschwerden definitiv ausgeschlossen sind.

Dr. Ranftl | 05.04.2010, 22:04
Schulterschmerzen
Wie lange dauert die Rehabilitation nach einsetzen eins künstlichen Schultergelenkes

berg heide | 18.03.2010, 21:34 Uhr | Antworte
Geduld und Mitarbeit
Nach übereinstimmender Meinung der Unfallchirurgen müssen Sie mit etwa 4-6 Monaten Rehabilitationszeit rechnen, bis eine einigermaßen schmerzfreie Mobilisierung und eine Wiedererlangung der muskulären Kraft erreicht wird. Da die Wiedergewinnung der Beweglichkeit an erster Stelle steht, wird bereits am ersten oder zweiten postoperativen Tag mit passiver Bewegungstherapie über einen Zeitraum von sechs Wochen begonnen, erst danach geht es aktiv weiter. Die Schulter kann - wie alles am Menschen- sehr individuell reagieren, daher lassen sich sehr schwer im Vorhinein für jedermann gültige Prognosen erstellen: die Dauer der Bewegungseinschränkung bis zur völligen Rehabilitation kann allen Meinungen zum Trotz sehr unterschiedlich sein! Ich empfehle Ihnen von Beginn an eine gute Schmerztherapie, um die extrem wichtige Mobilisierung gut zu tolerieren.

Dr. Ranftl | 22.03.2010, 00:03
SSW
Ich bin Anfang der 8. SSW und habe hashimoto. Mein Schilddrüsenarzt hat mich vor der Schwangerschaft auf 4 x die Woche 1 ganz (75 Euthyrox) und 3 x 1 1/2 eingestellt (Das war im November 2009). Mein Frauenharzt hat mich Anfang Februar auf nur 75 runtergesetzt da er sagte der TSH mit 0,31 ist etwas zu niedrig. In dieser Zeit wurde ich schwanger und habe dann pro Tag eine 100er Euthyrox verschrieben bekommt und jetzt ist der TSH bei 5,33. Seit heute soll ich noch 1/4 dazunehmen. Reicht das, oder ist das auch noch zuwenig. Ich habe verdammt Angst. Vorgestern war bei der Untersuchung alles i.O., nur habe ich krämpfe in der Gebärmutter und muß jetzt mehr Magnesium pro Tag zu mir nehmen. Statt 2, 6 Tabletten. Ich habe zwar für Montag einen Termin bei meinem Facharzt vereinbart, möchte aber schon vorweg wissen, ob ich Morgen mehr nehmen soll. Aus diesem Grund wurde ich auf schwer schwanger und möchte nicht, dass meinem bereits knapp 11 mm Krümelchen was passiert. Ich habe Oberbauchbeschwerden und leichten schwindel, kommt das auch von Hashi oder von der Schwangerschaft.(Ich habe vor ca. 4 Jahren erfahren das ich Hashi habe und kein Arzt konnte mich bisher gut einstellen.Apropo ich bin bereits 38)Bitte um rasche Antwort. Danke im Voraus

wspatz | 19.03.2010, 20:13 Uhr | Antworte
Schwangerschaft und Hashimoto
Bei Morbus Hashimoto müssen Sie in der Schwangerschaft in der Regel mit einem erhöhten Bedarf an Schilddrüsenhormon rechnen, engmaschige Kontrollen des TSH-Wertes im Abstand von 4 Wochen und darauffolgende Adaptation der Hormongaben sind dringend und regulär erforderlich. Ihr Frauenarzt hat mit der Dosiserhöhung bereits richtig reagiert - ob und wann die Menge ausreicht, kann nur mit laufenden Laboruntersuchungen festgestellt werden. Ihr Organismus braucht jedoch nun auch Zeit, um sich an die neue Dosis anzupassen. Bei regelmäßiger Kontrolle der Schilddrüsenparameter und korekter Behandlung mit Schilddrüsenhormon ist der Hashimoto in der Schwangerschaft unbedenklich für das Baby und gut zu behandeln. Die Produktion von Autoantikörpern und die Übertragung auf das Kind soll durch Selen gebremst werden: ich empfehle zunächst eine Laborkontrolle des Selen-Spiegels im Vollblut (sollte mindestens 110µg betragen). Bei einem Mangel, der durch ausgewogene Ernährung nicht ausgeglichen werden kann, empfiehlt sich die Substitution mit einem Nahrungsergänzungsmittel (Natrium-Selenit 100 µg) zusätzlich zur Zufuhr selenreicher Lebensmittel wie z.B. Fleisch, Fisch, Eier, Leinsamen, Sesam oder Kokosnuss. Auch die Einnahme von Folsäure und Omega-3-Fettsäuren kann die gesunde Entwicklung des Kindes unterstützen. Das Schwierigste bei Hashimoto haben Sie jedenfalls schon geschafft, nämlich überhaupt schwanger zu werden! Die anderen von Ihnen beschriebenen Symptome wie Oberbauchbeschwerden oder Schwindel sind eher schwangerschaftsspezifisch und untypisch für Hashimoto.

Dr. Ranftl | 22.03.2010, 01:03
Schwangerschaft- Red Bull
S.g. Frau Dr. Ranftl!

Natürlich weiß ich, dass Red Bull generell nicht sehr gesund ist. Trotzdem trinke ich es gerne. Nicht zum Aufputschen sondern einfach nur, weil mir das kalte Getränk (1-2 mal pro Woche) während des Einkaufens schmeckt! Jetzt bin ich in der 14. Woche schwanger und habe bis dato noch keines getrunken. Ich habe gelesen, dass einzig und alleine nur der Koffeingehalt schädlich auf das Ungeborene wirkt, aber Kaffee darf man ja auch (in Maßen) genießen. Dem Bestandteil Taurin wird keine gesundheitsschädliche Wirkung nachgesagt! Wie sehen Sie das? Darf ich weiterhin (so ab und zu) mir eine Dose gönnen? Kaffee selbst trinke ich nur selten und dann einen cafe latte!
Danke, für Ihre Antwort, P.P.

biomadl | 21.04.2010, 09:49 Uhr | Antworte
Chemie pur
Red Bull ist ein Gemisch aus Zucker, Koffein, Aromen und der anregenden Aminosäure Taurin. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit keine gesundheitsschädigende Wirkung auf das Ungeborene zu erwarten, solange Sie nicht unter Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck leiden. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob Sie dieses rein synthetische Gebräu ihrem Kind (und sich) wirklich antun wollen: die Sympathikusanregung wirkt sich auch auf das Kind aus. Ihr Baby bekommt Herzrasen, wie es auch bei übermäßigem Kaffee- oder Teegenuss vorkommen kann. Prinzipiell wird daher empfohlen, den Koffeingenuss in der Schwangerschaft einzuschränken. Das betrifft natürlich auch den Konsum von Red Bull.

Dr. Ranftl | 01.05.2010, 22:05
Mögliche Schwangerschaft
Hallo!
War vor über einer Woche beim Frauenarzt und der hat auf der linken Seite eine fragliche Zyste mit ca. 4 cm Durchmesser gesehen. Er hat gesagt es kann möglich sein das ich schwanger bin aber es ist alles noch viel zu füh und ich muss abwarten. Hab aber schon seit dort weg totale Übelkeit und Erbrechen, Spannungsgefühl in den Brüsten und Kreuzschmerzen. Seit gestern ist die Regel überfällig und ich habe schon zwei test gemacht einen 3 Tage vor ausbleiben der Regel und einen heute und die waren beide negativ. Heute hatte ich auch so starke Kreuzschmerzen das ich gedacht habe ich bekomme noch die Regel aber nix war. Mein letzter tag von meiner letzten Regelblutung war am 29. März. Hab auch das PCO Syndrom seit längerem aber vor zwei Monaten wurde bei einer Laparoskopie meine Eierstöcke gestichelt und hatte jetzt dann eine normale Regelblutung vorher schon. Kann jetzt sein das ich Schwanger bin habe echt so starke Übelkeit auch!

jana | 23.04.2010, 17:40 Uhr | Antworte
PCO-Syndrom
Bei Vorliegen eines PCO-Syndroms kann zu diesem frühen Zeitpunkt noch keine Aussage über das Vorliegen einer Schwangerschaft getroffen werden. Ich würde Ihnen eine Ultraschall-Kontrolle bei Ihrem Frauenarzt in den nächsten Tagen empfehlen.

Dr. Ranftl | 01.05.2010, 22:05
Viel essen, trotzdem abnehmen...
Sehr geehrte Frau Dr. Vera Ranftl,

Im Auftrag meines Freundes versuche ich herauszufinden, was den wohl die Ursache an seiner Situation sein könnte. Er ist 20 Jahre alt, 186cm groß und wiegt nur 62 kg(!). Trotz einer täglichen Einnahme von ca 2800 Kalorien am Tag nimmt er nicht zu sondern teilweise auch ab. An was könnte das denn liegen? Es ist nämlich sehr erstaunlich, da mich genau das Gegenteil betrifft.
Vielleicht können Sie uns da weiter helfen?

Danke

manuela | 01.05.2010, 18:51 Uhr | Antworte
Erhöhter Grundumsatz
Junge Männer haben aufgrund des erhöhten Androgen-Spiegels (Testosteron, männliches Sexualhormon) einen erhöhten Kalorienbedarf. Der Basiskalorienbedarf von ca. 40kcal/kg/24 Stunden kann bei entsprechender körperlicher Tätigkeit bis zum 6-fachen erhöht sein. Eine Abschätzung des individuellen Kalorienbedarfs ist daher nur bei genauer Kenntnis der körperlichen Tätigkeit möglich. Folgende Untersuchungen sind eventuell notwendig: Schilddrüsenfunktion, Hormonstatus, Malabsorption, Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass eine Kalorienzufuhr von 2800 kcal ohne Gewichtszunahme in diesem Lebensabschnitt als normal zu betrachten ist.

Dr. Ranftl | 01.05.2010, 21:05
Fasten während der Schwangerschaft?
Hallo Frau Doktor Raftl,

ich bin in der 5.ssw und habe schon ca 2Wochen gefastet.Ich habe bereits mit meiner Frauenärztin gesprochen und sie meinte da es noch im Anfangsstadium ist, wäre es nicht so schlimm. Heute habe ich im Internet gelesen, dass die ersten Wochen für den Fötus besonders wichtig sind.Und deswegen bin ich jetzt ein bisschen verwirrt.Ich möchte gerne fasten, aber wenn ich mein Baby damit Schaden zufüge, dann lasse ich es.

Ich danke ihnen im voraus!

aryana | 29.08.2010, 16:32 Uhr | Antworte
Kein Fasten in der Schwangerschaft!
Hallo Aryana,

ich empfehle Ihnen dringend, das Fasten jetzt einzustellen und in den nächsten Tagen stufenweise zu einer normalen Ernährung zurückzukehren. Die Schwangerschaft ist mit Sicherheit nicht der richtige Zeitpunkt, eine Entgiftung -wie Sie beim Fasten erfolgt- durchzuführen. Pestizide, Herbizide und Schwermetalle werden u.a. im Fettgewebe gespeichert und bei der Energiegewinnung aus Depot-Fett (Hungerstoffwechsel!) wieder freigesetzt. Der Fötus braucht für seine gesunde und ungestörte Entwicklung eine möglichst schadstofffreie und nährstoffreiche Versorgung. Ich empfehle Ihnen prophylaktisch spätestens ab der 12.Woche die Zufuhr von Folsäure und Omega-3-Fettsäuren und wünsche Ihnen alles Gute für ihre Schwangerschaft!

Dr. Ranftl | 29.08.2010, 18:08
Danke!
Ich danke ihnen für ihre schnelle und ausführliche Antwort Frau Doktor Raftl!!

aryana | 30.08.2010, 17:14 Uhr | Antworte
Ganze Zeit Schalfen
Also meine Frage ist es,
Seit Montag könnte ich nur schlafen. Ich war Montag noch in der Schule (Weiterbildung) und hing da nur in den Seilen, wie man das so schön sagt. Als ich dann zu Hause war muste ich etwas im Haushalt machen, was mir sehr schwer viel. Gegen 20:30Uhr habe ich mich dann ins Bett gelegt und bis Dienstag 12Uhr geschlafen (nur wach geworden, als ich auf Klo muste) gegessen habe ich am Montag gar nichts und am Dienstag habe ich mir ein kleinen Joguhrt rein gewzungen. Ich war gestern beim Arzt, der meinte nur, das ist ja nichts schlimmes, er sei ja auch müde. So lag gestern nur auf der Couch und mir sind die Augen immer wieder zu gefallen. Heute bin ich um 11Uhr auf gestanden und ich fühl mich richtig schlapp. Probiere meine Augen auf zu halten.Zudem habe ich immer noch kein Hunger und mir ist mal kalt dann wieder richtig warm. Schupfen und Husten habe ich nicht.
Was kann das sein?Oder wo dran liegt es?
Ich hoffe um eine schnelle Antwort
Mit freundlichen Grüßen
Yvonne

yvonne | 20.10.2010, 11:17 Uhr | Antworte
Schlafen ist notwendig
Ob normal vermehrtes Schlafbedürfnis in Ihrem speziellen Fall in eine krankhafte so genante Hypersomnie übergeht, ist aus Ihrem Bericht nicht schlüssig abzuleiten.
Denn allzu häufig sind es simpler Schlafmangel, körperliche und geistige Überforderung, eine berufliche Problemphase oder eine private Krise, die rasch zu einem vermehrten Schlaf- und Ruhebedürfnis zu allen möglichen und unmöglichen Tageszeiten führen.
Relativ häufig kommt es bei abruptem Absetzen von Medikamenten und Drogen, die das Bewusstsein beeinflussen, zu Schlafstörungen, auch das simple Absetzen von Genussmitteln wie Nikotin und Koffein kann abnorme Müdigkeit auslösen.
Bei Frauen gibt es die Möglichkeit zyklusabhängiger hormoneller Schwankungen- oder den Beginn einer Schwangerschaft- was hier natürlich nicht als krankhaft bewertet werden kann.
Auch harmlose Infekte in allen Phasen der Krankheit können Schlafstörungen auslösen, andere Symptome sind oft erst nach einer gewissen Latenzzeit oder oft gar nicht erkennbar. Erwähnt seien hier das Pfeiffersche Drüsenfieber oder- weit weniger harmlos- die Hepatitis C.
Abgesehen davon gibt es hirnorganische Erkrankungen (Tumoren, Entzündungen, degenerative Erkrankungen oder Schädel-Hirn-Verletzungen), die ursächlich den Tag- Nacht- Rhythmus beeinträchtigen sowie Krankheiten der verschiedensten Organsysteme, die in der Folge Erschöpfung, Müdigkeit und vermehrtes Schlafbedürfnis auslösen.
Hier gibt es eine lange Liste:
Hormonelle Störungen wie Unterfunktion der Schilddrüse und Zuckerkrankheit, Störungen des Kalziumstoffwechsels durch Erkrankungen der Nebenschilddrüsen
Schlechte Funktion von Leber, Niere, Herz
Übergewicht mit Schlaf-Apnoen (Phasen, in denen im Schlaf die Atmung aussetzt)
Eisenmangel, Vitamin B12 Mangel, Blutarmut, Tumorerkrankungen, chronisch entzündliche und degenerative Erkrankungen.
Wie Sie sehen, die Liste ist lang. Bei der Ergründung Ihres Problems ist in erster Linie die Dauer der Störung (Tage, Monate?) neben der Intensität des Problems wichtig. Wenn sich die Beschwerden durch eine Änderung des Lebensstils (Pausen, Regelmäßigkeit, kurzer Mittagsschlaf, Änderung von Ernährungsgewohnheiten) nicht bessern, ist eine tiefergehende Untersuchung zur Differenzierung des Problems notwendig, dazu müssen Sie zuerst den Arzt, die Ärztin Ihres Vertrauens zur Evaluierung des körperlichen Zustandes aufsuchen. Erst anhand dieser Erstuntersuchung kann man das weitere diagnostische und therapeutischeVorgehen festlegen!

Dr. Ranftl | 02.11.2010, 22:11
Vegetarismus
Guten Tag,

meine Tochter, knapp 17, ist seit fast 2 Jahren Vegetarier ( sie macht das aus rein ethischen und tierrechtlichen Gründen). Sie fühlt sich gesundheitlich sehr gut damit.
Ich möchte jetzt bitte trotzdem mal nachfragen, worauf wir ergänzend besonders achten müssen. Eiweißzufuhr??? Vitamin B12, Eisen???
Ich muß sagen, es beeindruckt mich sehr, wie konsequent sie ist..also auch auf Gelatine oder sonstige Inhaltsstoffe tierischer Herkunft verzichtet. Sie liebt Tiere über alles, und das ist ihr Beweggrund...
Ich freue mich sehr auf ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
moni

moni | 02.11.2010, 10:04 Uhr | Antworte
Keine Sorge bei Vegetarismus
Liebe Moni, auch bei fleischloser Kost lässt sich der Eiweißbedarf problemlos decken: Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Kichererbsen, Sojaprodukte, Kartoffeln und Nüsse sind äußerst proteinreich – und haben viele weitere Vorzüge. Pflanzliche Eiweißquellen sind immer cholesterinfrei, damit liegt auch eine sehr fettsparende Variante, Eiweiß aufzunehmen, vor. Man erhält nicht nur biologisch hochwertiges Eiweiß, sondern führt sich auch noch alle Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe zu, die wir für unsere Gesundheit brauchen. Falls Sie nur vegetarisch und nicht vegan is(s)t, stellen auch Eier und Milchprodukte noch eine Möglichkeit dar, den Speiseplan ausgewogen und ohne Tierleid zu gestalten.
Lassen Sie den Eisen-, Ferritin - und Vitamin B12 Spiegel regelmäßig kontrollieren (1xjährlich) - sollte ein Mangel auftreten, kann man mit entsprechender Substitution gut Abhilfe schaffen. Es gibt übrigens in der Ayurveda-Küche ganz wunderbare vegetarische Rezepte. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Dr. Ranftl | 02.11.2010, 21:11
schwanger 31woche
ich habe seit einigerzeit schmertzen im bein da is son brennendes taubes gefühl drinne und mir is ständig kalt und den wird mir aufeinmal echt verdammt heiß was kann ich dagegen tun??fieber habe ich keines

4hexe4 | 10.11.2010, 01:20 Uhr | Antworte
Schwangerschafts -Akutprobleme...
....gehören eigentlich nicht in einen Blog sondern sofort adäquat mit dem Hausarzt oder Frauenarzt besprochen. Ich ersuche Sie daher, umgehend Kontakt mit Ihren behandelnden Ärzten aufzunehmen und keine Selbstversuche mit unsicherem Ausgang zu unternehmen. Ich kann hier aus der Ferne nur Vermutungen anstellen, für eine entsprechende Diagnose fehlt mir die körperliche Untersuchung. Schmerzen und Taubheitsgefühl sind kein Normalbefund während einer Schwangerschaft, sondern ein Symptom, das einer sofortigen medizinischen Abklärung bedarf!

Dr. Ranftl | 10.11.2010, 16:11
Hallo
Ich habe eine Frage. Ich mache eine Prüfungspräsentation über Gicht.
Ich würde gerne wissen, was während dieser Interkritischen Phase im Körper passiert und warum sich gichtanfälle mit der zeit häufen.
Schreiben Sie mir bitte möglichsz schnell wieder zurück. Es ist sehr wichtig!!!!!


Gruß Lisa

lisaanna | 17.11.2010, 14:44 Uhr | Antworte
Gicht-Zucker-Bluthochdruck-Fettsucht....
....ja, das so genannte Metabolische Syndrom hat viele Facetten und eine Ursache: Über- und Fehlernährung. Im Falle der Gicht (der medizinische Begriff lautet Hyperuricämie, "zuviel Harnsäure im Blut") liegt eine Störung des Purinstoffwechsels vor, der zum Ansteigen des Harnsäurespiegels auf Werte von über 6,4mg/dl Serum führt. Ein sprunghaftes Ansteigen über diesen Wert hinaus wird in 99% der Fälle durch eine Störung der Ausscheidung in den Nieren durch Überschreiten des Plasmanormalspiegels bei vermehrter Zufuhr verursacht. Diätfehler heisst das: zuviel purinreiche Nahrung (Fleisch, Käse, Hülsenfrüchte) und v.a.Alkohol, oft zusätzlicher Stress. Das restliche 1% verteilt sich auf zehrende Tumor- und Systemerkrankungen wie Leukämie (erhöhter Zellzerfall mit Purinfreisetzung) und sehr seltene ererbte Störungen des Purinabbaus. Das oben angesprochene interkritische Stadium III, das symptomlose Intervall zwischen zwei Anfällen, ist wie das Stadium I, die asymptomatische Hyperuricämie, durch das Fehlen von Schmerz und Gelenksentzündung bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut gekennzeichnet. Das tückische Moment dieser Situation besteht darin, dass es sehr wohl zu schädigenden Einlagerungen in Gelenken und Nieren kommen kann und damit zum Übergang ins chronische Stadium führt, in dem es zu manifesten Schäden an Gelenken und Nieren kommt. Diese Spätschäden können relativ leicht vermieden werden: durch entsprechende purinarme Diät (keineswegs Nulldiät-FASTEN!- das kann zu Zellabbau und damit vermehrtem Purinanfall führen), kontrollierte Gewichtsabnahme durch Ernährungsumstellung und ab Serumspiegeln von über 9 mg/dl Harnsäure die Medikation mit so genannten Urikostatika (hemmen die Harnsäurebildung) und Urikosurika (sie steigern die Harnsäureausscheidung durch die Nieren). Allgemein gilt: die Diät ist frei von Nebenwirkungen- die Medikamente kommen nur dann berechtigt zum Einsatz, wenn Symptome der Arthritis (Gelenksentzündung) oder der Nierenbeeinträchtigung (Eiweißausscheidung im Harn) vorliegen! Und der Erfolg der Maßnahmen lässt sich einfach kontrollieren: mit der Waage, laufender Blutdruck- und Blutzuckerkontrollen sowie der neuerlichen Bestimmung der Harnsäurewerte im Blutplasma. Die Einlagerung von Harnsäure in das Parenchym der Nierentubuli sowie in die Schleimhaut der Gelenke wird durch diätetische Beschränkung auch im symptomlosen interkritischen Stadium unterbrochen.Bei weiterer hoher Purinzufuhr wird beständig das Löslichkeitsmaximum für Harnsäure im Serum überschritten und über lokale Entzündungsvorgänge an den Gelnksschleimhäuten und den Nierentubuli wird genau an diesen Orten die zusätzliche Einlagerung von Harnsäurekristallen zusätzlich forciert- über die entzündungsbedingte pH-Senkung (Gewebssäuerung)- im interkritischen Stadium III verlaufen diese Prozesse subklinisch, (ohne Symptome, die den Patienten durch Schmerz warnen und zur Diät mahnen)- nichts desto trotz führt der hohe lokale Harnsäregehalt naturgemäß zu immer mehr Komplikationen- die Gelenke werden kaputt, die Niere in ihrer Funktion beeinträchtigt (was zuletzt auch den Harnsäurespiegel nach oben treibt!), die lokalen Entzündungsvorgänge münden in immer kürzeren Abständen in akute Gichtanfälle . Zusätzliche Risiken für vermehrte lokale Einlagerung: Alkoholexzesse (pH-Absenkung durch Laktatazidose), niedrige Aussentemperaturen (an den exponierten Finger- und Zehengelenken sowie im Extremfall an Nase und Ohren). Fazit: warm halten, Alkohol meiden, Gewicht runter, Diät, auch wenn man nichts spürt!

Dr. Ranftl | 06.12.2010, 19:12
Red Bull+Nahrungsergänzung und Fasten
Hallo, ich mach seit einiger Zeit eine "selbstentwickelte Diät", sie beinhaltet.

In der Früh ein Red Bull + Vitamintabletten ( Centrum), über den Tag verteilt viel Wasser, 60 Minuten Laufen, dann eine große Portion Almased (ein Gemisch hauptsächlich aus Soja und Eiweiß) und am Abend nichts mehr. Also Quasi ein fasten + Anregen des Stoffwechsels. Nebenbei nehme ich Magnesiumtabletten und Omega 3 Kapseln. Nach dem Sport etwas L- Carnetin!

Funktioniert diese Diät?? Ist sie TOTAL ungesund?? ;D

Freue mich auf Antworten! ( Waage sinkt und sinkt pro Tag um ca. 200g) oder mehr. *EDIT* vor der Diät hab ich noch abgeführt!


17 Jahre alt, 183 groß, 81 Kilo
vermehrt Fett im Bein, Hüftbereich ( Birnenform)

prox11 | 18.11.2010, 17:56 Uhr | Antworte
Der Weg ist das Ziel?
Ich entnehme Ihren Zeilen, dass Ihnen Dieter Mateschitz` erfolgreicher Magenfüller sehr schmeckt. Er enthält viele wundersame Dinge, die über Wasserverlust eine vorübergehende erfolgreiche Gewichtsabnahme simulieren: Zucker und Koffein, unterstützt durch Abführmittel sind letzten Endes eine schädliche Kombination, mit gesunder Gewichtsreduktion hat dieser "Nierenstresstest" nichts zu tun. Sie sind jung und gesund, wenn Sie ein paar Kilo abnehmen wollen, geht das auch einfacher und billiger: statt Alkohol und Zuckersaftis trinken Sie nach neuesten medizinischen Erkenntnissen sinnvollerweise Leitungswasser, setzen Zucker/Naschereien und Weizenprodukte, Chips und andere "Zwischendurchmahlzeiten" und auch Ihre Proteinshakes ab, beschränken sich zu den drei Hauptmahlzeiten auf Gemüse, Obst, Fleisch, Käse und Roggenvollkornbrot, schließen die Küche um 21 Uhr und vergessen die Zigaretten und den Kaffee- so bleibt Ihre Haut jung und faltenfrei, Ihr Körper gewinnt wieder an Form (vor allem, wenn sie zwischendurch Ihren Sport betreiben). Und Sie vermeiden damit auch weitgehend den berüchtigten Jojo-Effekt, der nach solchen einseitigen Exzessen wie das Amen im Gebet der Entwässerung und dem Raubbau durch wertlose Mangelernährung folgt.

Dr. Ranftl | 06.12.2010, 19:12
cordisan
ich habe gehört das man bei cordisan einname dick wird
stimmt das und wenn es stimmt wie viel kilo nimmt man zu

nimet | 29.11.2010, 20:06 Uhr | Antworte
Cortison- Hormon und Medikament
Ihr Arzt verschreibt Ihnen nicht grundlos ein Cortisonpräparat. Die Einnahme erfolgt entweder dauernd- als Ersatz für eine verloren gegangene Drüsenfunktion- oder temporär, als Therapie für ganz spezielle Erkrankungen. Unter solch kontrollierten Umständen- selbst der Zeitpunkt der Cortisoneinnahme wird festgelegt- kommt es nur selten zu einer Zunahme des Gewichts mit einem ganz typischen Fettverteilungsmuster. Diese Nebenwirkung riskiert man nur bei medizinischer Notwendigkeit,d.h. wenn ohne Cortisoneinnahme Invalidität oder Tod die Folge der Erkrankung wäre. Die Gewichtszunahme hängt von Dauer und Dosis ab und lässt sich nicht im Vorhinein in ihrem Ausmaß festlegen. Ein unreflektiertes oder gar plötzliches Absetzen der Cortisontherapie wegen dieser therapeutisch bedingten Gewichtszunahme ist nicht sinnvoll und unter Umständen sogar gefährlich- sowohl die Cortisoneinnahme als auch das Beenden einer Cortisontherapie sollten wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen nicht ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen!

Dr. Ranftl | 06.12.2010, 19:12
ich bin in der 39. Schwangerschaftswoche und habe ein häutchen verloren
guten Tag

Ich habe eine Frage an Sie: ich bin in der 39. Schwangerschaftswoche und habe ein häutchen verloren und meine unterhosen wahren nass was ist das?

anita hofer | 19.04.2011, 18:57 Uhr | Antworte
Bitte begeben Sie sich unverzüglich ins Krankenhaus. Alles Gute für die bevorstehende Geburt!

Dr. Ranftl | 20.04.2011, 23:04
Ich hatte gestern Vormittag öfters Durchfall und Bauchschmerzen/krämpfe. Gegen Mittag schmerzten meine Beine sehr stark ich bekam Herzrasen, schwitzen,frösteln gleichzeitig. Meine Handflächen wurden ganz weiss und alle 10 Finger sind eingeschlafen. Ich konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten. So etwas hatte ich noch nie u beunruhigt mich etwas - können sie mir weiterhelfen?

sandy0912 | 02.08.2011, 11:39 Uhr | Antworte
Bitte suchen Sie umgehend Ihre Hausärztin oder eine Fachärztin für Interne Medizin auf. Derartige Symptome gehören dringend abgeklärt.

Beste Grüße,
Dr. Gallei

Dr. Gallei | 03.08.2011, 08:08
Metabolic Balance
Ist es Ihrer Meinung nach gut bei sehr schlechten Leberwerten mit Hilfe von Metabolic Balance abzunehmen? Versuche seit einem halben Jahr abzunehmen und habe bisher 5kg geschafft. Die Leberwert sind ein wenig besser geworden. Suche nach einer guten Methode Gewicht zu verlieren und dabei meine Leberwerte zu verbessern.

Mfg
Akelei

akelei | 28.10.2011, 21:46 Uhr | Antworte
Sehr geehrte Akelei,

"sehr schlechte Leberwerte" sind ein dehnbarer Begriff. Sie sollten in jedem Fall eine Fachärztin für Innere Medizin oder Diätologie zu Rate ziehen. Bei "schlechten" Laborwerten würde ich von eigenständigen Diätversuchen abraten.

beste Grüße,
Dr. Lukas Gallei

Dr. Gallei | 07.11.2011, 17:11
Psychosomatische Störung
Guten Tag!

Wo soll ich anfangen?

Seit ca. einem Jahr hatte ich verschiedene Beschwerden! Angefangen hat es mit dem Magen (Stiche usw.). Bin dann immer wegen Kleinigkeiten zum Arzt gegangen. Der meinte, dass das alles psychisch bei mir ist (zur Info: ich meine, dass ich das alles von einem Besuch beim Frauenarzt habe, der mir sagte, dass ich eine Veränderung der Schleimhaut im Unterleib habe, ängstlich, wie ich immer schon bin, war ich gleich sehr erschrocken. Der Frauenarzt meinte, dass das nichts schlimmes ist und dass das viele Frauen haben und nichts gefährliches ist. Ich denke, dass ich seitdem noch ängstlicher bin. Ich hab eine Blutuntersuchung gemacht, Magenspiegelung, Gesundenuntersuchung, war beim Neurologen, Lebensmittelverträglichhkeitstest und alles war ohne Befund. Wenn ich irgendwo was spüre, denke ich immer gleich ans schlimmste. Zurzeit liegen meine Probleme im Kopf, habe ein komisches Gefühl und so ein komischer Schwindel ist auch dabei. Dann denke ich immer, dass ich einen Hirntumor habe. Der Neurologe sagte auch dass das eine psychosomatische Angsterkrankung ist. Nehme seit Februar Antidepressiva (zuerst Adjuvin und jetzt Venaxibene) . Es sind nurmehr die Beschwerden im Kopf, die mich wahnsinnig machen.

Können Sie mir bitte helfen!

MFG
Michaela

michaela121 | 03.11.2011, 13:02 Uhr | Antworte
gesundheit
kann ich nach Schilddruesenop.bei Einnahme von Euterox 100 gleichzeitig Das homooepathische Redumax einnehmen

maria obermair | 27.12.2011, 08:58 Uhr | Antworte
schilddruese
hatte vor 5 Jahren Schilddruesenoperation und nehme seitdem Euterox100 ,moechte etwas abnehmen und habe von homooepathischem Mittel Redumax gelesen,kann ich beide gleichzeitig nehmen ?

maria obermair | 27.12.2011, 21:07 Uhr | Antworte
abnehmen
kann mir ihr programm auch bei sehr starken übergewicht helfen

biri | 23.01.2012, 17:56 Uhr | Antworte