Ich (35 Jahre) habe schon einige Jahre lang immer wieder mal für einige Wochen und/oder Monate eher stärkeren Haarausfall - diffus, keine kahlen Stellen. Schilddrüse ist in Ordnung, Blutwerte sind in Ordnung (Eisen-Speicherwerte war niedrig, wurde behandelt, jetzt wieder normal), trotzdem fallen sie jetzt wieder vermehrt aus. Schön langsam bin ich ratlos.
Die Haare wachsen zwar wieder nach, aber das Gesamtvolumen meiner schulterlangen Haare nimmt ab.
Könnte ein erhöhter Stresspegel die Ursache sein?
Andererseits wird Stress wird heutzutage für so vieles verantwortlich gemacht...
Wie sehen Sie das und welche Behandlungsmöglichkeiten/Ursachen sehen Sie mit Ihrem Hintergrund der Naturkunde?
Danke für Ihre Antwort
Ein gewisser Haarausfall ist ganz natürlich - meist altersbedingt bzw. individuell sehr verschieden.

Vermehrter diffuser Haarausfall kann vielerlei Ursachen haben. Natürlich kann dabei eine mögliche Stress-Belastung, wie sie von Ihnen angesprochen wurde, genauso eine Rolle spielen, wie eine Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper in Richtung Übersäuerung.
In vielen großen naturheilkundlichen Medizintraditionen ist der Darm eng mit der Haut und deren Anhangsgebilden, zu denen auch die Haare gehören - verbunden.
Einseitige Ernährung wäre dabei genauso zu diskutieren, wie eventuell auftretende Zeichen einer Verdauungsstörung (Blähungen, Verstopfungs- oder Durchfalls-Episoden).
Zu jeder ganzheitlich naturheilkundlichen Behandlung gehört die Sanierung der Darmflora (‚Symbioselenkung’) unbedingt dazu. Dabei wird das natürliche Milieu der gesunden Darmbakterien wieder aufgebaut.
Stressabbau und Entspannung, sowie ausreichend Schlaf sind ein grundlegender Schritt. Ausgewogene Ernährung im Sinne einer vitamin- und mineralstoffreichen Vollwertkost mit einem hohen Anteil an frischem Obst und Gemüse wirken sich ebenfalls positiv aus. Darüber hinaus sollte man weitgehend auf Kaffee, Alkohol und Tabak verzichten.
Menschen mit dünner werdenden Haaren leiden oft an Mineralstoffmangel. Natürliche Mineralien und Basenpulver sorgen hier für Abhilfe. Auf mittlere Sicht würde ich Ihnen empfehlen einen naturheilkundlich tätigen Arzt aufzusuchen.